Auch die Heilkräfte der Natur sind hier nicht zu unterschätzen. So gibt es viele Heilkräuter, die eine senkende Wirkung bei Bluthochdruck haben. Ein Enzym, das maßgeblich an der Entstehung von Bluthochdruck beteiligt ist, nennt sich ACE (angiotensin converting enzyme). Die Wirkstoffe, besonders die des Bärlauches, hemmen das ACE, wodurch der Blutdruck gesenkt wird. In neuesten Studien sind die positiven Eigenschaften des Bärlauchs bewiesen worden, was die wilde Waldpflanze zurück in unsere Kräuterküchen brachte. Die Bärlauchblätter können pur, als Granulat oder Presssaft zu sich genommen und so als natürliches und nebenwirkungsfreies Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt werden. Das Granulat findet außerdem als Würzmittel in der Küche Verwendung.
Eine fast gleiche Wirkung entfaltet auch der Knoblauch. Zudem haben Mistel und Weißdorn Blutdruck senkende Wirkungen und sind häufig Bestandteil von Herz-Kreislauf-Teemischungen. Jedoch wirken sie eher bei schwachem Bluthochdruck und lindern vor allem Begleiterscheinungen wie Schwindel oder Kopfschmerzen.
Als sehr wirkungsvolles Mittel gegen Bluthochdruck gelten die Blätter des Ölbaumes (Olivenbaum). Ein Aufguss mit Ölbaumblättern kann auf 2 bis 3 Tassen über den Tag verteilt eingenommen werden. Das Immunsystem wird gestärkt und der Cholesterinspiegel gesenkt. Die einfach ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf das Herzkreislaufsystem aus.
Sofern der Bluthochdruck von psychischen Problemen herrührt, kann der Einsatz beruhigender Tees mit Baldrian, Hopfen oder Orangenblüten Abhilfe schaffen.