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Psychische Störungen

Psychische Störungen werden als erhebliche Abweichungen vom Erleben oder Verhalten von Menschen definiert. Bei dieser Erkrankung können das Denken, das Fühlen, das Erleben und das Verhalten beeinflusst sein.

Ein weiteres Kriterium ist eine Abweichung von der Norm und ein psychisches Leid der Betroffenen. Mit den Störungen der Psyche befassen sich die klinische Psychologie und die Psychiatrie. Zu den psychischen Störungen gehören alle körperlich nicht begründbaren psychischen Erkrankungen, zu denen auch solche gehören, die als Folge von einer körperlichen Erkrankung vorliegen, wie z.B. Hirnhautentzündungen.
Die Klassifikation psychischer Störungen ist in den Ländern sehr unterschiedlich und auch von der psychologischen oder medizinischen Schule abhängig. Es gibt zwei gängige Diagnose- und Klassifikationsschemata, das ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation und das DSM IV. In der Praxis ist eine Einteilung in neurotische und psychologische Störungen geläufig.

Psychische Störungen gelten als eine sehr weit verbreitete Krankheit, an der Studien zufolge jeder vierte Arztbesucher leidet. Deutsche Studien belegen, dass ca. 8 Millionen Deutsche an behandlungsbedürftigen psychischen Störungen erkrankt sind, wobei die meisten Störungen jedoch nach einem gewissen Zeitraum abklingen. Wird eine psychische Erkrankung beurteilt, ist es wichtig dabei zu beachten, dass sie teilweise eine Schutz- und Signalfunktion inne hat. Das bedeutet, dass sie nicht beseitigt werden kann, ohne dass „sich etwas verändert“.

So ergeben sich psychische Erkrankungen oft aus einem Wechselspiel zwischen dem Kranken und seiner Umwelt, sodass auch die Umwelt in eine Behandlung einbezogen werden muss. Viele psychische Erkrankungen sind heute gut behandelbar, Psychotherapie und Psychopharmaka ergänzen sich in den meisten Fällen. Es fehlt jedoch einigen Menschen die Einsicht, dass sie an einer psychischen Störung leiden und dass eine Behandlungsnotwendigkeit besteht. Ist dies der Fall, können sie gegen ihren Willen in einer geschlossenen Anstalt untergebracht werden, um dort ärztlich behandelt zu werden, vorausgesetzt, es besteht eine Selbst- oder Fremdgefährdung.

Symptome einer psychischen Störung werden durch Antidepressiva und Neuroleptika unterdrückt. Jedoch können die Nebenwirkungen, vor allem die der Neuroleptika, den Patienten aber zusätzlich behindern. Mögliche Nebenwirkungen sind Auftreten von Übergewicht, Einschränkung der Fähigkeit zu geistiger Arbeit oder Behinderung der Motorik. Autismus beispielsweise ist auch eine Behinderung, die nicht körperlich ist und daher zu den psychischen Behinderungen zählt.
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