Ayurveda heißt soviel wie „Wissen vom Leben“ und meint eine 5.000 Jahre alte, traditionelle indische Heilkunst. Ayurveda ist eine ganzheitliche Heilkunde, die aus einer Kombination der Naturlehre und der Philosophie besteht. Sie zielt auf die physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Dinge ab, die für die menschliche Gesundheil notwendig sind.
Die Lehre des Ayurveda basiert darauf, den Körper und den Geist in Einklang zu bringen. In der Ayurveda spricht man dabei von verschiedenen Temperamenten oder Lebensenergien, den sog. Doshas. Zu ihnen gehört: Vata (Wind, Luft), Pitta (Feuer, Wasser) und Kapha (Erde, Wasser). Die Doshas kommen nach der ayurvedischen Lehre in jedem Körper vor, wobei meist ein bis zwei Doshas dominieren. In einem Körper, der gesund ist, befinden sich alle Doshas in einem harmonischen Gleichgewicht. Das Ayurveda hat zum Ziel, ernsthafte Erkrankungen zu vermeiden. Hierzu werden die Auslöser von Erkrankungen versucht zu verstehen und ungesunde Angewohnheiten abgestellt.
Die vielfältigen Behandlungsmethoden helfen vor allem dem Körper sich selbst zu helfen. Zu ihnen gehören z.B. Ölmassagen wie die vierhändige Synchronmassage und innere sowie äußere Reinigungsprogramme, Ernährungsprogramme und Ölgüsse. Der Begriff „Ayurveda“ kann in den meisten Ländern zusammen mit einer Berufsbezeichnung verwendet werden, ohne dass bestimme Voraussetzungen erfüllt sein müssen. In Indien hingegen müssen Ayurveda-Ärzte sechs Jahre lang studieren und ein Staatsexamen ablegen. In Deutschland gibt es Ayurveda-Institute, die nach indischen Maßstäben ausbilden.
Das vermittelte Wissen ist allerdings auf westliche Lebensbedingungen übertragen, was die Gefahr des Verlustes der Authentizität bedeutet. Es gibt auch Crashkurse, wobei man sich bereits nach einem Wochenendseminar „Ayurveda-Therapeut“ nennen darf. In der Praxis bieten diese Therapeuten jedoch nur ayurvedische Wellness-Massagen an. Ayurveda wird von vielen Wellness-Hotels und von vielen Kosmetikern angeboten.