Der Begriff Prophylaxe stammt aus dem Griechischen von „Schutz“ oder „Vorbeugung“ und beschreibt Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten. Krankheiten vorzubeugen ist nicht nur effizienter sondern auch wesentlich effektiver als Herstellung der Gesundheit bei einer Krankheit. Prophylaktische Maßnahmen haben sich als sehr erfolgreich beweisen, z.B. die Impfung gegen Kinderlähmung. Erfolgreich sind auch die Maßnahmen der Berufsgenossenschaften zur Vermeidung von Berufskrankheiten und Berufsunfällen.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der allgemeine Begriff Prävention geprägt, der ursprünglich aus der Rechtswissenschaft stammt. Medizinisch wurde er gegen 1986 durch die Weltgesundheitsorganisation etabliert. Ziel der Maßnahmen der Prävention ist die Vermeidung von Krankheiten und die Eindämmung der Verbreitung von Krankheiten und deren Auswirkungen. Zudem stärkt die Förderung der Gesundheit die gesundheitlichen Entfaltungsmöglichkeiten und Lebensbedingungen im Hinblick auf ökonomische, kulturelle, soziale, bildungsrelevante und hygienische Aspekte.
Arten der Prophylaxe sind z.B. primäre Prophylaxe, die den allgemeinen Gesundheitszustand verbessert, wie z.B. die Impfung. Eine weitere Art ist die Sekundärprophylaxe, die sich auf die Früherkennung von Krankheiten bezieht und die Tertiärprophylaxe, zu der Maßnahmen zählen, die der Vorbeugung von Krankheitsrückfällen dienen. Generell werden prophylaktische Maßnahmen pauschal für größere Bevölkerungsgruppen empfohlen. Zu den einfachsten Maßnahmen zur Vorbeugung gehört die Hygiene, eine ausgewogene Ernährung sowie eine regelmäßige körperliche Ertüchtigung.
Weitere Maßnahmen sind z.B. der Zusatz von Jod zum Speisesalz oder die zusätzliche Folsäuregabe zur Verhinderung von Spaltfehlbildungen der Wirbelsäule in der Schwangerschaft. Zu den klassischen Varianten gehören die Schutzimpfungen, das Zähne putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta und Sex mit Kondomen, um einer HIV Infektion vorzubeugen.